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Die North Bali Divecenter Flotte

Fϋr unsere Tauchausfahrten stehen uns drei Boote zur Verfϋgung. Ich habe sie nach und nach auf einer kleinen Insel im Madura Archipel gekauft. Es sind traditionelle Fischerboote, deren Erbauer auch bei schlechtem Wetter Fische fangen können wollen.

    

An den Bojen vor unserm Strand: V.l.n.r: Dragon, Tiger, Dewi

Die Puspita Dewi ist im Januar 2004 vom Stapel gelaufen, und ich habe sie einen Monat später gekauft und fürs Tauchen umbauen lassen, bevor sie das erste Mal zum Fischen ausgelaufen ist. Die Dewi ist 16m lang und 2m breit. Ausgestattet mit Kabine, Schatten- und Sonnendeck. An Bord befindet sich eine Toilette fϋr die Tagesausflϋge. Der Innenbord Diesel hat 120 PS. Damit erreichen wir 12 Knoten bei 1.900 Umdrehungen.  Bei der Spazierfahrt anlässlich der Weihe waren ca. 40 Passagiere an Bord. Bei unseren Ausflϋgen haben wir gerne etwas mehr Platz - wir sind nur selten mehr als 6 Taucher.

 

Der Seadragon wurde im Juli 2005 fertiggestellt. Während seines Baus ereilte den Bootsbauer der Ruf, zur Pilgerfahrt nach Mekka aufzubrechen. Um so schnell wie möglich an das nötige Kleingeld zu kommen, wurde der Dragon nicht auf Fischfang, sondern auf meine Tauchbasis geschickt. Ich hatte signalisiert, dass ich ein Boot fϋr die Hochsaison brauchen könnte. Wir haben die Aufbauten leicht modifiziert (Sonnendach) und setzen das 10m lange Boot vor allem fϋr die Riffe um die Pemuteran Bucht ein. Fϋr kraftvolle Fahrt sorgt eine chinesische Dompeng- Maschine (1 Zylinder, 23 PS) mit Helikopter Sound. Der Dragon schafft ca. 7 Knoten.

 

Der Seatiger, fast baugleich mit dem Seadragon vervollständigt unsere Flotte. Im November 2005 fertiggebaut ist er das einzige meiner Boote, das wirklich im Fisch Business unterwegs war. Der letzte hauchdϋnne Geruch verfliegt, während ich diese Zeilen tippe. Der Besitzer brauchte Geld, um seine Haftstrafe fϋr Dynamitfischen zu verkϋrzen. Meine Überlegung war unter anderem, ohne Boot kann er nichts mehr sprengen, so wurden wir uns noch schneller handelseinig.  Leider versäumten die Überbringer des Bootes, mich darϋber aufzuklären, dass die Frischwasserzufuhr fϋr die Fischtanks im Inneren des Bootes nur mit einer Flip-Flop-Sandale zugestopft war. Selbige machte sich selbständig und infolgedessen sank das Boot in der ersten Woche im neuen Heimathafen während einer stürmischen Nacht. Wir mussten es heben, leerpumpen, die Maschine komplett warten und haben die Frischwasserzufuhr diesmal endgϋltig verschlossen. Kenner des Filmes „Unternehmen Petticoat“ mit Cary Grant und Tony Curtis werden verstehen, warum ich das Boot Seatiger nennen musste. Zum rosa Anstrich konnte ich mich bisher noch nicht durchringen.